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Borussia Dortmund hat am Freitagabend vor ausverkauftem Haus gegen Werder Bremen 2:2 (0:0) gespielt und dabei eine Zwei-Tore-Führung verloren. Den späten Ausgleich erzielte in der Nachspielzeit (90.+2) der frühere Dortmunder Niclas Füllkrug. Bei den BVB-Verantwortlichen war der Frust nach dem Punktverlust in der Schlussphase groß.
Die Dortmunder hatten sich zunächst schwergetan, nach der knapp dreiwöchigen Länderspielpause wieder in Schwung zu kommen. In der ersten Halbzeit kreierten sie gegen die tief stehenden Bremer lange kaum Torchancen. Erst in der Schlussphase kam der Erfolg: Daniel Svensson traf in der 80. Minute, Nico Schlotterbeck erhöhte in der 85. Minute auf 2:0.
Dann kippte die Partie. Ludovit Reis verkürzte in der 88. Minute auf 2:1, und in der Nachspielzeit sorgte Füllkrug für den Ausgleich. Beide Gegentreffer trafen den BVB spät.
Trainer Niko Kovac zeigte sich nach dem Spiel enttäuscht. Seine Mannschaft habe bei einer 2:0-Führung im eigenen Stadion bis zur 88. Minute alles richtig gemacht, sich den Gegner gut zurechtgelegt und auch in der zweiten Halbzeit viele Chancen herausgespielt. Durch zwei klar vermeidbare Fehler habe sie die Bremer dann wieder ins Spiel gebracht. Dennoch lehnte Kovac die Deutung als Rückschlag nach dem Saisonstart ohne Punktverlust ab. Man werde daraus kein Drama machen, sagte er. Er lasse sich auch nichts einreden, denn der BVB habe den Gegner 88 Minuten dominiert und hinten hineingedrängt. Dass einmal ein Freistoß hineingehe, sei bekannt.
Auch Torschütze Schlotterbeck war nach den späten Gegentoren unzufrieden. Der Innenverteidiger, der nach einer Verletzung bei der Nationalmannschaft diesmal von Beginn an spielen konnte, erklärte, der BVB sei 88 Minuten in der gegnerischen Hälfte gewesen und habe zwei Tore erzielt. Das müsse eigentlich reichen, an diesem Abend habe es aber nicht gereicht. Er hätte gern das 2:0 über die Zeit gebracht, dann wäre die Mannschaft mit 15 Punkten aus dem Stadion gegangen.
Zum Nachdenken über das Remis bleibt dem BVB kaum Zeit. Das Spiel gegen Bremen war der Auftakt in anstrengende Wochen mit viel Reisestress. Allein im Oktober stehen für die Dortmunder noch sechs weitere Partien in der Champions League, im DFB-Pokal und in der Bundesliga an. In der Champions League muss der BVB unter anderem nach Norwegen und Aserbaidschan reisen. Laut WAZ umfasst das Reiseprogramm in den kommenden Tagen rund 11.000 Kilometer.
Die vier englischen Wochen in Folge beginnen für Dortmund am kommenden Mittwoch um 21.00 Uhr (DAZN) in der Champions League beim norwegischen Klub Bodö/Glimt am nördlichen Polarkreis. Ende Oktober folgt in der Bundesliga das Spitzenspiel gegen den FC Bayern München. Ebenfalls Ende Oktober empfängt der BVB die Bremer in der zweiten Runde des DFB-Pokals, womit sich bald die Gelegenheit zur Revanche bietet.